Didaktisch aufbereitet

Online-OPs mit Full-HD-Videos, Text und Grafiken.

Garantierte Erfahrung

Alle Inhalte geprüft durch den Deutschen Ärzte-Verlag.

Flexible Nutzung

Beiträge im Abo oder als Einzelbeitrag erhältlich.

Sofort verfügbar

Inhalte können direkt nach dem Kauf genutzt werden.

Anatomy_silhuette Marker
1

Chirurgisch relevante Anatomie

Rechte und linke Niere mit Nebenniere schmiegen sich jeweils in die Rinne, welche zwischen M. psoas major und den lumbalen Zwerchfellpfeilern einerseits und dem M. quadratus lumborum und dem kranial davon gelegenen Zwerchfellanteil andererseits gebildet wird. Der Verlauf der 12. Rippe entspricht in seiner Nierenprojektion in etwa einer Linie, welche vom oberen Nierenpol ausgeht und an der lateralen Nierenaußenkontur deren kaudalen Drittelpunkt schneidet.

Für die retroperitoneoskopische (partielle) Adrenalektomie wird ein Zugang an der Spitze der 12. Rippe gewählt. Man gelangt in den Retroperitonelaraum durch Auseinanderdrängen der Muskelfasern des M. quadratus lumborum und Eröffnung der Gerotaschen Faszie. Nach Abschieben des retroperitonealen Fettkörpers wird ein Hohlraum geschaffen, der durch die Zwerchfellkuppel kranial und lateral begrenzt ist. Die Dissektion beschränkt sich auf die Präparation der Nebennierengegend und das angrenzende Fettgewebe (siehe Abbildung).

Die weiteren Schritte sind:

  • Rechtsseitig:

Nach Darstellung des oberen Nierenpols und Mobilisation der Nebenniere lateral und kranial wird die Rückfläche der V. cava in ihrem kranialen Abschnitt dargestellt. Hierzu wird das retroperitoneale Fettgewebe nach lateral verdrängt. Die kranial einmündende V. suprarenalis muss im nächsten Schritt sichtbar gemacht und durchtrennt werden. Die weitere Präparation erfolgt lateral der V. cava nach kaudal. Die Präparation wird vervollständigt, indem das Fettgewebe zwischen oberem Nierenpol und Nebenniere disseziert wird.

  • Linksseitig:

Nach Darstellung des oberen Nierenpols und Mobilisation des unteren Nebennierenpols gelangt man medial in den paraaortalen Raum. Dabei ist die Darstellung der Aorta selbst nicht notwendig. Das Gewebe lateral der Aorta wird sukzessive durchtrennt. Es folgt die Präparation der Fettgewebsschicht zwischen oberem Nierenpol und Nebenniere. Die am medialen Rand der Nebenniere verlaufende V. suprarenalis wird dargestellt, sie verläuft schräg nach kaudal zur V. renalis. Die Vene wird durchtrennt. Die ebenfalls zur Darstellung kommende untere Zwerchfellvene kann erhalten werden. Die Nebenniere kann dann medial, lateral und schließlich kranial mobilisiert werden, wobei ventral die Faszie zur Rückseite des Pankreas und des Magens nicht eröffnet werden soll.

Kostenpflichtiger Inhalt

Registrierungspflichtiger Inhalt