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Anatomie und Topographie des Ganglion

Topographie

Ganglien sind prallelastische gutartige Tumoren, die meist über einen Stiel mit einem Gelenk, einer Sehnenscheide oder einem Ringband verbunden sind. Die häufigste Erklärung für das Entstehen dieser Strukturen ist eine intrakompartimentelle Druckerhöhung, die zu einer Aussackung führt. Die meisten Ganglien werden an der Hand beobachtet, es gibt jedoch auch Ganglien an Knie, Fuß oder Ellenbogen.

Ganglien treten an der Hand am häufigsten am radialen Handrücken auf. Ursprung ist hier meist das scapholunare Gelenk, es gibt jedoch auch dorsale Ganglien, die vom Radiokarpalgelenk ausgehen. Andere Lokalisationsorte sind palmar ebenfalls das Radiokarpal-, aber auch das Skaphotrapezoidgelenk. Auch weiter distal können Ganglien von den Sehnenscheiden der Beugesehnen auf Höhe der Grundgelenke auftreten. Darüber hinaus gehen Ganglien prinzipiell von allen Gelenken, Sehnenscheiden oder Ringbändern aus. Eine besondere Form stellt das intraossäre Ganglion dar, welches meist nur radiologisch detektiert werden kann.

Nimmt ein Ganglion eine relevante Größe an, kann es zu Irritationen umliegender Strukturen kommen. Bei dorsalen Ganglien kommt es meist zu einer Funktionsbeeinträchtigung der Strecksehnen. Bedeutender sind solche Irritation bei den palmar gelegenen Ganglien. Aufgrund der häufig proximalen Lokalisation kommen hier Beeinträchtigungen der A. radialis, der Hautäste von N. medianus und N. radialis sowie der Beugesehnen vor.

 

Histologie

Ganglien sind ein- oder mehrkammerige Gebilde, die mit einer muzinösen Flüssigkeit gefüllt sind. Diese Flüssigkeit enthält hauptsächlich Hyaluronsäure, jedoch auch Albumin und andere Glykosamine. Mikroanatomisch bestehen Ganglien aus Kollagenfasern und Fibrozyten. Von gleicher Beschaffenheit ist der häufig vorkommende Stiel des Ganglion, der mit einem Gelenk, einer Sehnenscheide oder einem Ringband kommuniziert. 

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