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Chirurgisch relevante Anatomie

Die Haut, Integumentum commune, bedeckt die äußere Körperoberfläche. Der Epidermis, Oberhaut, deren lokaler Verhornungsgrad sehr unterschiedlich ist, folgt die Lederhaut, Corium oder Dermis. Während Epidermis und Hautanhangsgebilde (Haare, Nägel, Drüsen) ektodermalen Ursprungs sind, haben die Lederhaut sowie die darunter folgende Unterhaut (Tela subcutanea, Subkutis) mesenchymale Herkunft.

Das Unterhautgewebe, Subkutis, besteht in der Regel aus lockerem, lamellär organisiertem Bindegewebe. Es befestigt die Haut auf der jeweiligen Unterlage (Periost, Faszie von Muskeln). Häufig ist Fettgewebe eingelagert (Unterhautfettgewebe, so z. B. an Bauch und Gesäß), örtlich sorgen sog. Retinacula cutis als kräftige Kollagenfaserstränge für eine feste Verankerung (Hohlhand, Fingerbeeren). In der auch die Schweißdrüsen enthaltenden Grenzschicht zwischen Corium und Subkutis ist ein weitmaschiges, aus Arterien und Venen bestehendes Gefäßnetz ausgebildet (Stratum glandulovasculare), das sowohl der Ernährung als auch der Temperaturregulation dient.

Die Regio perianalis wird im Schrifttum unterschiedlich definiert. Meist wird sie als eine runde, allseits 5 cm breite Fläche um die Analöffnung gesehen. Vor allem im englischen Sprachraum werden diese Fläche und der Analkanal zusammen als Perianalregion gesehen. Gemäß der ersten Definition trägt die perianale Haut verhorntes mehrschichtiges Plattenepithel als Epidermis sowie kleine Haare, vergesellschaftet mit großen Talgdrüsen. Die Pigmentierung ist intensiv. Zahlreich sind ekkrine Schweißdrüsen vorhanden, aber es kommen auch apokrine Schweißdrüsen vor (Glandulae circumanales).

Im Analkanal findet sich Plattenepithel, das nach der Zona columnaris (Morgagni-Kolumnen) in das Zylinderepithel des Rektums übergeht. Vor allem unter diesen Columnae liegen dünnwandige arterielle Gefäßkonvolute mit arteriovenösen Anastomosen. Gewöhnlich erstreckt sich auf den Columnae das Plattenepithel weiter darmaufwärts als in den dazwischen liegenden Buchten, den Sinus anales. In die Sinus können Schleimdrüsen (Glandulae anales) münden, die allerdings meist rudimentär sind. Im Bereich des M. sphincter ani internus (Zona alba) ist das mehrschichtige Plattenepithel noch dünn und nicht verhornt. Die Verzapfung mit der Unterlage ist schwach. Es kommen freie Talgdrüsen (ohne Haarbeziehung) vor. Die Zona cutanea liegt in Höhe des M. sphincter ani externus.   

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