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Chirurgisch relevante Anatomie

Topographie

Der Magen liegt intraperitoneal im linken Oberbauch. Das Bauchfell bzw. die Tunica serosa bedeckt sowohl die Hinter-, als auch die Vorderwand. Lediglich die Rückseite der Pars cardiaca ist nicht von Bauchfell bedeckt. An der kleinen Kurvatur ist der Magen über das Omentum minus mit der Leber, an der großen Kurvatur über das Omentum majus bzw. die Ligamenta gastrophrenicum, gastrosplenicum und gastrocolicum mit Zwerchfell, Milz und Colon transversum verbunden.

 

Makroskopische Anatomie

Eine Unterteilung des Magens wird in Pars cardiaca (Mageneingang), Fundus gastricus (Magenkuppel), Corpus gastricum (Magenkörper) und Pars pylorica (Magenpförtner) vorgenommen.

Durch die Fixierung der Speiseröhre im Hiatus oesophageus und die sekundär retroperitoneale Lage des Duodenums sind Pars cardiaca und Pars pylorica fixiert, wohingegen Form und Lage des Fundus und Corpus sehr variabel sind.  Der Fundus ist durch die Incisura gastrica von der Pars cardiaca getrennt. Die Incisura angularis stellt den Übergang von Corpus zu Pars pylorica dar.

 

Mikroskopische Anatomie

Die Wand des Magens wird von fünf Schichten gebildet. Die Tunica mucosa ist von einschichtigem hochprismatischem Epithel bedeckt und beinhaltet die Areae gastricae, in denen die Magendrüsen münden. In der Tiefe schließen sich Tela submucosa, Tunica muscularis, Tela subserosa und Tunica serosa an.

Die in den Areae gastricae mündenden Magendrüsen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Lage und Funktion. Den größten Teil nehmen die Hauptdrüsen ein, die im Fundus und Corpus vorkommen. Sie enthalten drei verschiedene Zelltypen: Die Hauptzellen, die Pepsinogene produzieren, die Belegzellen, in denen Salzsäure und Intrinsic factor produziert werden, und die Nebenzellen, die Bicarbonat und Schleim bilden.

In der Pars pylorica liegen Pylorusdrüsen, die Schleim und Gastrin produzieren; in der Pars cardiaca liegen außerdem noch die Kardiadrüsen, die lediglich Schleim produzieren.

 

Blutversorgung

Die arterielle Versorgung des Magens erfolgt über den Truncus coeliacus, der drei Äste abgibt, die A. hepatis communis, die A. lienalis und die A. gastrica sinistra. Letztere zieht zum oberen Teil der kleinen Kurvatur. Die A. lienalis gibt die A. gastrica posterior, die Aa. gastricae breves und die A. gastro-epiploica sinistra zur großen Kurvatur ab. Von der A. hepatis communis wird die A. gastrica dextra zur kleinen Kurvatur und die A. gastro-epiploica dextra zur großen Kurvatur gespeist. Somit bilden die Aa. gastricae dextra und sinistra eine Gefäßarkade an der kleinen Kurvatur und die Aa. gastro-epiploicae dextra und sinistra eine Gefäßarkade an der großen Kurvatur.

Der venöse Abfluss erfolgt in die V. portae. Dies geschieht über vier große Venen, die Vv. gastricae dextra und sinistra direkt in die V. portae, die V. gastro-epiploica sinistra in die V. lienalis und die V. gastro-epiploica dextra in die V. mesenterica superior.

 

Lymphabfluss

Die regionären Lymphknoten entsprechen den Venen und werden dementsprechend Nodi lymphatici gastrici dextra und sinistra, Nodi lymphatici lienalis, Nodi lymphatici gastro-epiploicae dextri und sinistri und zudem Nodi lymphatici pylorici genannt. Sie alle münden in den Ductus thoracicus.

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