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Narkoseeinleitung

Die Operation wird in Intubationsnarkose durchgeführt. Zusätzlich kann, bei intakter Gerinnung, Thrombozytenfunktion und Zustimmung des Patienten über die Anlage eines thorakalen Periduralkatheters zur postoperativen Analgesie diskutiert werden.

Die Anlage eines ZVK oder einer arteriellen Kanüle ist in der Regel nicht erforderlich. Das Legen eines Blasendauerkatheters kann erwogen werden, wenn die Operationsdauer 2-4 h übersteigt. Es sollte Kreuzblut vorhanden sein. Das Benutzen von Wärmemassnahmen, um ein perioperatives Auskühlen des Patienten zu verhindern, sollte zum Standard gehören. Bei Narkoseeinleitung sollte die vom Operateur angeordnete Antibiotikaprophylaxe verabreicht werden, damit bei Hautschnitt ein entsprechender Wirkspiegel erreicht wird. Der Patient wird in Rückenlage operiert.

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Erläuterung

Das Team Time Out (TTO) zwischen Anästhesisten, Chirurgen und Pflegepersonal erörtert patienten- und operationsspezifische Besonderheiten.

Das Risiko einer chirurgischen Blutung ist gering. Durch das Anlegen des Kapnoperitoneums kann es zu einem Abfall der Vorlast mit konsekutiver Kreislaufreaktion kommen. Dies ist vor allem bei vorbestehender Hypovolämie relevant. Durch den Anstieg des intraabdominellen Druckes müssen höhere Beatmungsdrücke aufgewendet werden, um ein adäquates Atemminutenvolumen zu erreichen. Zusammen mit der Resorption von CO2 aus dem Abdomen kann es zur Hyperkapnie und respiratorischen Azidose kommen. Aus diesen Gründen ist eine enge Kommunikation Anästhesist – Operateur wünschenswert.

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Postoperatives Vorgehen

Es ist eine frühzeitige Extubation noch im OP anzustreben. Voraussetzungen sind Normothermie, Kreislaufstabilität, suffiziente Oxygenierung und eine überwundene neuromuskuläre Blockade. Zur Verlegung sollten folgende Informationen weitergegeben werden:

  1. Narkoseverlauf, Katecholaminpflicht, Blutprodukte
  2. Lage der Drainagen
  3. Informationen zum Kostaufbau
  4. Informationen zur Antibiotikatherapie
  5. Intraoperative Besonderheiten (anästhesiologisch und operativ)
  6. Informationen zur gewünschten Antikoagulation

Eine PONV-Prophylaxe (postoperative nausea and vomitus) kann bei entsprechender Risikokonstellation erwogen werden.

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