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Narkoseeinleitung

Die laparoskopische vordere Gastroenterostomie (GE) wird routinemäßig in Allgemeinanästhesie als Intubationsnarkose durchgeführt. Da diese Operation bei Patienten mit gastrointestinalen Passagestörungen durchgeführt wird, ist in aller Regel eine Einleitung der Narkose ohne Zwischenbeatmung notwendig. Patienten mit mehrfachen abdominellen Operationen in der Anamnese, bei denen mit ausgeprägten Verwachsungen zu rechnen ist, profitieren von einer zusätzlichen Peridualanästhesie. Die Etablierung eines erweiterten invasiven Monitorings mit arterieller Blutdruckmessung und ZVK-Anlage ist abhängig vom kardiovaskulären Risikoprofil der Patienten. Die Anlage einer Magensonde ist obligat.

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Erläuterung

Das Team Time Out (TTO) zwischen Anästhesisten, Chirurgen und Pflegepersonal erörtert patienten- und operationsspezifische Besonderheiten.

Die Etablierung des Kapnoperitoneums bei laparoskopischen Eingriffen stellt besondere Anforderungen an den Anästhesisten. Die Resorption von CO2 kann bei Patienten mit pulmonalem Hypertonus zu einer Zunahme der Rechtsherzbelastung mit akuter Rechtsherzdekompensation führen. Dieser vermehrten Resorption von CO2 muss der Anästhesist durch Anpassung der kontrollierten Beatmung, unter anderem auch durch eine Erhöhung der Beatmungsdrucke (PEEP und Spitzendruck) entgegen wirken. Bei schwerem pulmonalen Hypertonus muss die Indikation zur laparoskopischen Operationstechnik im Behandlungsteam kritisch abgewogen werden. Des Weiteren kann das Kapnoperitoneum den venösen Rückstrom und damit die Vorlast reduzieren, welches einen Abfall des Schlagvolumens sowie des Blutdrucks zur Folge haben kann. Auch Hautemphyseme, z.T. sehr ausgedehnt, werden bei laparoskopischen Operationen häufiger beobachtet.

Erfordert der präoperative Zustand des Patienten eine besondere postoperative Überwachung in einer PACU, IMCU oder gar ICU muss dies vorher mit dem OP-Team geklärt werden.

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Postoperatives Vorgehen

Die postoperative Überwachung erfolgt in der Regel im Aufwachraum. Eine intensivstationäre Überwachung ist nur bei kardiopulmonalem Risiko indiziert. Die Anlage von Drainagen sollte vom Operateur im Operationsprotokoll dokumentiert werden und bei Verlegung an die weiter betreuende Station übergeben werden. Gleiches gilt für Anordnungen zum postoperativen Ernährungsaufbau, der Thromboseprophylaxe und einer ggfs. weiterzuführenden Antibiotikabehandlung. Am Ende Operation sollte dem Anästhesisten mitgeteilt werden, ob die Magensonde sofort oder nach einem Zeitintervall entfernt werden soll.

Nach atraumatischer Anlage eines Periduralkatheters ist in der Regel die erste Gabe eines niedermolekularen Heparins nach 4 Stunden möglich. Hierzu wird der Anästhesist seine Anordnung auf dem postoperativen Anordnungs-/Aufwachraumprotokoll vornehmen.

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