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Narkoseeinleitung

Die offene linksseitige Hemihepatektomie wird in Vollnarkose mit endotrachealer Intubation durchgeführt. Bei präoperativ intakter Gerinnung bietet sich zusätzlich die Anlage eines thorakalen Periduralkatheters an.

Die Anlage einer arteriellen Kanüle, eines zentralvenösen Katheters sowie mehrerer großlumiger Venenverweilkanülen und eines Blasenkatheters sind obligat. Vor der Anlage einer Magensonde sollten Ösophagusvarizen ausgeschlossen werden.

Des Weiteren sollte präoperativ die gewünschte Zahl an Blutprodukten zum OP-Termin fertig getestet zur Verfügung stehen und die Kapazität der Intensivstation für den postoperativen Aufenthalt überprüft werden.

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Erläuterung

Das Team Time Out (TTO) zwischen Anästhesisten, Chirurgen und Pflegepersonal erörtert patienten- und operationsspezifische Besonderheiten.

Bereits während der Präparation des OP-Gebietes kann es durch Kompression der V. cava, der Lungen oder des Herzbeutels zu hämodynamisch relevanten Kompromittierungen kommen.

Durch die duale Gefäßversorgung der Leber muss intraoperativ jederzeit mit einem hohen Blutverlust gerechnet werden, der eine kontinuierliche Kommunikation zwischen Operateur und Anästhesist erfordert. 

Um die Blutungsaktivität durch Rückstau aus den Lebervenen zu verringern, sollte der zentralvenöse Druck während der gesamten Operation so niedrig wie möglich gehalten werden (idealerweise < 5 mmHg).

Sollte ein Pringle-Manöver notwendig sein, kann dies neben einer schlagartigen Reduktion des Rückflusses zum rechten Herzen mit konsekutivem Abfall des arteriellen Blutdrucks auch ein Reperfusionssyndrom auslösen. Aus diesem Grund sind auch hier deutliche Absprachen zwischen Operateur und Anästhesist notwendig. 

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Postoperatives Vorgehen

Bei Normothermie und stabilen Kreislaufverhältnissen ist eine Narkoseausleitung direkt im Saal möglich.

Die Lokalisation der intraoperativ eingelegten Drainagen sollte dem Anästhesisten bekannt gegeben und auf dem Operationsprotokoll vermerkt werden. Gleiches gilt für weitere postoperative Anordnungen (z.B. Kostaufbau, Thromboseprophylaxe, ggfs. weiterzuführende Antibiotikabehandlung).

Nach atraumatischer Anlage eines Periduralkatheters ist in der Regel die erste Gabe eines niedermolekularen Heparins nach 4 Stunden möglich. Hierzu wird der Anästhesist seine Anordnung auf dem postoperativen Anordnungsprotokoll vornehmen.

Die postoperative Weiterbehandlung des Patienten sollte auf einer Intensivstation erfolgen. Hier sollte eine Arzt-zu-Arzt-Übergabe durch den behandelnden Chirurgen und Anästhesisten angestrebt werden.

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