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Narkoseeinleitung

Die offene Segmentresektion des Ileums wird routinemäßig in Allgemeinanästhesie als Intubationsnar­kose durchgeführt. Regelhaft erfolgt die Anlage einer Periduralanästhesie (PDA) zur Therapie postoperativer Schmerzen oder einer Darmatonie. In Abhängigkeit vom kardiovaskulären Risiko des Patienten kann die Anlage einer arteriellen Blutdruckmessung, eines zentralvenösen Katheters und ggfs. eines erweiterten hämodynamischen Monitorings (Herzzeitvolumen, pulmonalarterieller Druck etc.) erforderlich werden. Die Anlage eines Blasenkatheters ist bei OP-Zeiten >120 Minuten indiziert. Die Anlage einer Magensonde ist zum Aspirationsschutz und zur Deflation eines evtl. durch die Maskenbeatmung überblähten Magens obligat. Die Antibiotika-prophylaxe vor allem unter Verwendung von Cephalosporinen sollte nach aktueller AWMF-Leitlinie mind. 30-60 Minuten vor Hautschnitt erfolgen. Die präoperative Bereitstellung von Erythrozyten-konzentraten sollte nach der hauseigenen Transfusionsstatistik für diese Operation und der Ausgangssituation des Patienten (Anämie) erfolgen.

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Erläuterung

Beim Team Time Out (TTO) zwischen Anästhesisten, Operateuren und Pflegepersonal sollten die patienten- und operationsspezifischen Besonderheiten thematisiert werden (zu denen u.a. auch die Notwendigkeit einer postoperativen Intensivbehandlung gehört).

Während der Operation sollten die Operateure den Anästhesisten frühzeitig auf spezielle Erfordernisse (z.B. Relaxierung) oder Risiken (Blutung, Ureterverletzung) aufmerksam machen. Der Patient liegt regulär in Rückenlage mit an- oder ausgelagerten Armen. Wenn die Arme auf Wunsch des Operateurs angelagert werden sollen, dann müssen die peripheren Zugänge zum Kopf verlängerte Infusionsleitungen als Zuspritzmöglichkeiten haben.

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Postoperatives Vorgehen

Die Anästhesieausleitung erfolgt bei kreislaufstabilen und normothermen Patienten im Operationssaal. Die postoperative Überwachung erfolgt nach den Vereinbarungen des TTO (siehe oben) bzw. bei kompliziertem intraoperativen Verlauf auf der Intensivstation. Falls bei dieser Operation Drainagen eingelegt werden, sollte die Lokalisation der Drainagen auf dem Operationsprotokoll vermerkt und an die nachbehandelnde Station übergeben werden. Gleiches gilt für Anordnungen zum postoperati­ven Ernährungsaufbau, der Thromboseprophylaxe und einer ggfs. weiterzuführenden Antibiotikabehand­lung. Am Ende der Operation sollte dem Anästhesisten mitgeteilt werden, ob die Magen­sonde sofort oder erst nach einem Zeitintervall entfernt werden soll.

Nach atraumatischer Anlage eines Periduralkatheters ist in der Regel die erste Gabe eines niedermolekula­ren Heparins nach 4 Stunden möglich. Hierzu wird der Anästhesist seine Anordnung auf dem Aufwachraumseite des Anästhesieprotokolls vornehmen. Falls präoperativ kein PDK angelegt werden konnte oder Kontraindikationen bestanden, sollte die postoperative Schmerztherapie als Patienten-kontrollierte Analgesie (iv-PCA) unter Überwachung eines Schmerzdienstes erfolgen.

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