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Narkoseeinleitung

Die Plattenosteosynthese einer distalen Radiusfraktur kann von anästhesiologischer Seite aus entweder in einer  Allgemeinanästhesie oder in einer Regionalanästhesie in Form einer axillären Plexusanästhesie durchgeführt werden.

Bei der Allgemeinanästhesie kann, wenn keine Kontraindikationen bestehen, auf eine Larynxmaske zur Sicherung des Atemwegs zurückgegriffen werden. Die Anlage der axillären Plexusanästhesie kann entweder ultraschallgesteuert oder unter Zuhilfenahme eines Nervenstimulators erfolgen. Von der transarteriellen Anlagetechnik wird inzwischen Abstand genommen. Zur postoperativen Schmerztherapie kann die Einlage eines axillären Schmerzkatheters sinnvoll sein.  

Erweitertes Monitorting (arterielle Kanüle oder ZVK) ist nur bei sehr schwer vorerkrankten Patienten nötig. Zur Vermeidung einer Hypothermie sind Wärmematten und Wärmedecken zu verwenden.

Aufgrund der niedrigen Transfusionswahrscheinlichkeit müssen bei normwertigem präoperativem HB-Wert keine Erythrozytenkonzentrate gekreuzt sein.  

Die Antibiotikaprophylaxe erfolgt spätestens 20 Minuten vor dem Hautschnitt .

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Erläuterung

Das Team Time Out (TTO) zwischen Anästhesisten, Chirurgen und Pflegepersonal erörtert patienten- und operationsspezifische Besonderheiten.

Am zu operierenden Arm sind weder Zugänge noch Monitoring möglich. Dies ist bei der Vorbereitung des Patienten zu beachten.

Besonders bei Regionalanästhesieverfahren ist vor Hautschnitt durch den Operateur die ausreichende Anästhesie zu prüfen. Im Bedarfsfall kann selektiv lokal nachblockiert werden, ist dies nicht möglich besteht die Möglichkeit zusätzlich eine Vollnarkose einzuleiten.

Wenn eine Blutsperre angelegt wird ist das Anlegen und Öffnen der Blutsperre mit dem Anästhesisten zu kommunizieren. Besonders bei Öffnen kann es durch das Einschwemmen von sauren Valenzen zu Kreislaufreaktionen kommen.

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Postoperatives Vorgehen

Aufgrund des geringen operativen Traumas kann der Patient bei unauffälligem Anästhesieverlauf über den Aufwachraum wieder zurück auf Normalstation verlegt werden.

Bei der Übergabe im Aufwachraum sind zu nennen:

  1. Name des Patienten und relevante Vorerkrankungen
  2. Art des Eingriffs und Anästhesieverfahren
  3. Verabreichte Medikamente und Anästhesieverlauf
  4. Postoperative Verordnungen zu Schmerztherapie und Nüchternheit

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