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Narkoseeinleitung

 

Die Rückverlagerung eines doppelläufigen Ileostomas wird routinemäßig in Allgemeinanästhesie als Intubationsnar­kose durchgeführt.  Die Anlage einer Periduralanästhesie (PDA) zur Therapie postoperativer Schmerzen oder einer Darmatonie ist nicht erforderlich. Die Anlage eines erweiterten hämodynamischen Monitorings ist ebenfalls nicht erforderlich und sollte wie die PDK-Anlage besonderen Indikationen vorbehalten bleiben. Die Anlage eines Blasenkatheters ist nur bei einer absehbaren OP-Dauer von mehr als 2 Stunden indiziert. Die Anlage einer Magensonde ist zum Aspirationsschutz und zur Deflation eines evtl. durch die Maskenbeatmung überblähten Magens obligat und kann am Ende der Operation wieder entfernt werden. Ebenfalls erfolgt routinemässig die Messung der Körpertemperatur und die Wärmung der Patienten (Prophylaxe von Wundheilungsstörungen). Die Antibiotikaprophylaxe vor allem unter Verwendung von Cephalosporinen sollte nach aktueller AWMF-Leitlinie mind. 30-60 Minuten vor Hautschnitt erfolgen. Die präoperative Bereitstellung von Erythrozyten-Konzentraten ist aufgrund des geringen operativen Traumas nicht erforderlich.

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Erläuterung

 

Beim Team Time Out (TTO) sollten von Seiten der Anästhesisten und Operateure die patienten- und operationsspezifischen Besonderheiten thematisiert werden.

Während der Operation sollten die Operateure den Anästhesisten frühzeitig auf spezielle Erfordernisse (z.B. Relaxierung) oder andere Risiken (Blutung) aufmerksam machen. Die Lagerung des Patienten erfolgt in Rückenlagerung mit ausgelagerten Armen. 

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Postoperatives Vorgehen

 

Die Anästhesieausleitung erfolgt bei kreislaufstabilen und normothermen Patienten im  Operationssaal. Die postoperative Überwachung erfolgt nach den Vereinbarungen des TTO (siehe oben) im Aufwachraum. Falls bei dieser Operation Drainagen eingelegt werden, sollte die Lokalisation der Drainagen auf dem Operationsprotokoll vermerkt und an die nachbehandelnde Station übergeben werden. Gleiches gilt für Anordnungen zum postoperati­ven Ernährungsaufbau, der Thromboseprophylaxe und einer ggfs. weiterzuführenden Antibiotikabehand­lung. Die postoperative Schmerztherapie erfolgt in der Regel mit Opioiden (Piritramid) und Nicht-Opioid-Analgetika (Metamizol-Kurzinfusion 1g bis zu 4xtäglich). Nur bei wenigen Patienten (z.B. chronische Schmerzpatienten) besteht die Indikation für eine Patienten-kontrollierte Analgesie (iv-PCA). 

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