Didaktisch aufbereitet

Online-OPs mit Full-HD-Videos, Text und Grafiken.

Garantierte Erfahrung

Alle Inhalte geprüft durch den Deutschen Ärzte-Verlag.

Flexible Nutzung

Beiträge im Abo oder als Einzelbeitrag erhältlich.

Sofort verfügbar

Inhalte können direkt nach dem Kauf genutzt werden.

Anatomy_silhuette Marker
1

Chirurgisch relevante Anatomie

Topographie

Die im rechten Unterbauch gelegene Regio inguinalis dextra dient als Anlageort der doppelläufigen Ileostomie. In dieser Region wird die Bauchwand unter der Kutis und der darunter liegenden Subkutis von der oberflächlichen Körperfaszie und der innerhalb dieser Faszie liegenden Bauchmuskulatur gebildet. Im rechten Unterbauch sind dies M. obliquus externus abdominis, M. obliquus internus abdominis und M. transversus abdominis. Von innen an die Bauchwand angelagert befindet sich das Peritoneum parietale.

Das Zäkum mit anliegendem Processus vermiformis ist Teil des Dickdarms und findet sich aboral der Valva ileocaecalis oder Bauhin-Klappe, die eine natürliche Barriere zwischen Dünn- und Dickdarm bildet. Der Dünndarm besteht aus Duodenum, Jejunum und Ileum. Die beiden letztgenannten bilden die im Unterbauch gelegenen intraperitonealen Anteile des Dünndarms. Dabei ist die Grenze zwischen beiden Teilen unscharf, die oralen 2/5 werden als Jejunum, die aboralen 3/5 als Ileum bezeichnet. Ileum und Jejunum sind über das Mesenterium mit der Radix mesenterii verbunden, die ihren Ursprung an der hinteren Bauchwand nimmt und von links kranial nach rechts kaudal verläuft.

Die Lage von Jejunum und Ileum ist variabel, wird jedoch von umliegenden Strukturen bestimmt. Der Dickdarmrahmen bildet eine seitliche Begrenzung und mit Mesocolon transversum eine Barriere nach kranial. Nach kaudal wird die Lage der Dünndarmschlingen vom Füllungszustand von Mastdarm, Blase und Gebärmutter bestimmt. Sind diese nicht gefüllt, können Schlingen im kleinen Becken liegen. Nach ventral werden Jejunum und Ileum vom Omentum majus bedeckt, welches vom Colon transversum ausgeht.

 

Gefäßversorgung

Die arterielle Versorgung von Jejunum und Ileum erfolgt über 15-22 im Mesenterium enthaltene Äste der A. mesenterica superior, die als Aa. jejunales und Aa. ileales bezeichnet werden. Über Gefäßarkaden bilden die Aa. ileales Anastomosen mit der A. ileocolica, die ein selbstständiger Ast der A. mesenterica superior ist und ihrerseits die Aa. caecales posterior und anterior und die A. appendicularis abgibt.

Der portalvenöse Abfluss geschieht über Vv. jejunales und ileales, die wie die V. ileocolica in die V. mesenterica superior münden, die sich mit der V. splenica zur V. portae hepatis vereint.

Kostenpflichtiger Inhalt

Registrierungspflichtiger Inhalt