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Narkoseeinleitung

Die minimal-invasive Thyreoidektomie wird in Allgemeinanästhesie (balancierte Anästhesie oder total intravenöse Anästhesie, TIVA) je nach Klinikstandard bzw. nach postoperativem Risiko für Übelkeit und Erbrechen (PONV) durchgeführt. In der Regel sind zwei periphere Zugänge ausreichend. Wichtig ist, da häufig die Arme des Patienten angelagert sind, dass die Zugänge frei durchgängig sind und Arme und Zugänge abgepolstert sind. Der Tubus wird fixiert, zusätzlich wird ein ausreichend gepolsterter Kopfverband mit Augenschutzschalen angelegt, da Kopf und Beatmung durch die sterile Abdeckung schwer bzw. gar nicht zugänglich sind und um Druckschäden an Augen und Gesicht zu vermeiden. Ein erweitertes hämodynamisches Monitoring ist nur bei kardiovaskulärem Risiko indiziert. Auf die Anlage eines Blasenkatheters kann im Normalfall verzichtet werden, weil die Operationsdauer fast immer unter 120 Minuten beträgt. Eine Wärmung des Patienten sollte unter Temperaturkontrolle erfolgen. Eine Fortführung der Relaxierung nach Intubation ist obsolet, sofern eine intraoperative Nervus recurrens-Testung mittels Nervenstimulation durchgeführt werden soll. Die Ausleitung sollte beim wachen Patienten erfolgen, ggfs. nach Testung auf Nebenluft bei sicher auslösbaren Schutzreflexen.

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Erläuterung

Das Team Time Out (TTO) zwischen Anästhesisten, Chirurgen und Pflegepersonal erörtert patienten- und operationsspezifische Besonderheiten.

Präoperativ sollte bei den zu operierenden Patienten eine euthyreote Stoffwechsellage etabliert werden. Eine präoperative Laryngoskopie zur Beurteilung der Nn. laryngeii rec. ist obligat. Eine perioperative Antibiotikagabe ist meistenteils nicht indiziert. Die Verantwortung über die Lagerung zur Einleitung obliegt dem Anästhesisten, sie wird anschließend entsprechend den operativen Erfordernissen durch den Operateur angepasst unter Berücksichtigung des anästhesiologischen Risikos.

Die Extubation erfolgt auf dem OP-Tisch nach gründlicher Absaugung und Testung des Atemwegs auf Nebenluft. Bei V.a. Rekurrensläsion sollte eine Laryngoskopie in tiefer Narkose durchgeführt werden.

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Postoperatives Vorgehen

Vor Ausleitung erhalten die Patienten ein nichtsteroidales Antiphlogistikum (z.B. Metamizol) als Kurzinfusion und zusätzlich ggfs. ein Opioid. Die Phonation sollte umgehend überprüft werden. Eine verlängerte Überwachung erfolgt im Aufwachraum mit Schwerpunkt auf Blutung, Stridor, Analgesie sowie Übelkeit und Erbrechen für mindestens 120 Minuten, danach Verlegung zur Normalstation. Nur in Ausnahmefällen (z.B. hämodynamische Instabilität, respiratorische Insuffizienz bei V.a. intraoperative Rekurrensverletzung) ist die Übernahme auf die Intensivstation indiziert.

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