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Narkoseeinleitung

Der totale endoskopische extraperitoneale Verschluss einer Hernia inguinalis mit alloplastischem Material (TEPP) wird routinemäßig in Allgemeinanästhesie als Intubationsnar­kose durchgeführt. Die Anlage eines erweiterten hämodynamischen Monitorings ist selten erforderlich. Ebenso ist die Anlage eines Blasenkatheters erst bei Überschreiten von OP-Zeiten >120 Minuten indiziert. Die Anlage einer Magensonde ist aufgrund des total extraperitonealen Zugangs nicht notwendig. Eine Antibiotikaprophylaxe ist nach den aktuellen Empfehlungen der Paul-Ehrlich-Gesellschaft indiziert, während die präoperative Bereitstellung von Erythrozytenkonzentraten nicht erforderlich ist.

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Erläuterung

Beim Team Time Out (TTO) zwischen Anästhesisten, Operateuren und Pflegepersonal sollten die patienten- und operationsspezifischen Besonderheiten besprochen werden.

Während der Operation sollten die Operateure den Anästhesisten frühzeitig auf spezielle Erfordernisse (z.B. Relaxierung, Vermeidung von Husten und Pressen bei der Anästhesieausleitung) oder Risiken (Verletzung von Blutgefäßen) aufmerksam machen. Der Patient liegt regulär in Rückenlage. Intraoperativ können Lagewechsel (Trendelenburg/Anti-Trendelenburg) erforderlich werden, die erhebliche Auswirkungen auf die hämodynamische Stabilität des Patienten haben können. Aus diesem Grunde sollten diese Lageänderungen angekündigt werden, um eine adäquate Blutdruckeinstellung zu ermöglichen.

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Postoperatives Vorgehen

Die Anästhesieausleitung erfolgt bei kreislaufstabilen und normothermen Patienten im Operationssaal. Die postoperative Überwachung erfolgt in der Regel im Aufwachraum. Falls bei dieser Operation Drainagen eingelegt werden, sollte die Lokalisation der Drainagen auf dem Operationsprotokoll vermerkt und an die nachbehandelnde Station übergeben werden. Gleiches gilt für Anordnungen zum postoperati­ven Ernährungsaufbau und der Thromboseprophylaxe.

Die postoperative Schmerztherapie erfolgt mit Opioiden sowie nicht steroidalen Antirheumatika. Die Wundinfiltration mit Lokalanästhetika am Ende der Operation reduziert den Analgetikabedarf in der postoperativen Phase und ist daher empfohlen. 

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