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Schnelle OP ist besser als abwarten

Patienten mit akuter Cholezystitis sollten sofort operiert werden und nicht zunächst einer mehrwöchigen, konservativen Therapie unterzogen werden. Zu diesem Ergebnis kommt die sogenannte ACDC-Studie des Universitätsklinikums Heidelberg, unter der Leitung von Prof. Dr. Markus W. Büchler, Ärztlicher Direktor Abteilung für Allgemeine, Viszerale und Transplantationschirurgie an der Universität Heidelberg.

Die interdisziplinäre, prospektiv randomisierte Studie vergleicht das chirurgische Behandlungskonzept der Cholezystitis (frühe laparoskopische Operation innerhalb von 24 Stunden) mit dem konservativen Vorgehen (Operation im Intervall) und liefert so Evidenz bezüglich der Frage, welches der beiden Behandlungskonzepte medizinisch und ökonomisch sinnvoll ist. Studienendpunkt war die Morbidität nach 90 Tagen.

Für Büchler, der auch Herausgeber und Operateur beim Online-OP-Portal XOPE ist, sind die Ergebnisse eindeutig: Patienten, die sofort operiert werden, schneiden wesentlich günstiger ab als Patienten, die nach sechs Wochen operiert werden. In Deutschland sei es leider immer noch üblich, dass man eine akute Cholezystitis konservativ behandele, die Studie belege nun, dass dies für die Patienten schlechter sei.

Was spricht für das konservative Vorgehen bei akuter Cholezystitis?

Das konservative Vorgehen bei akuter Cholezystitis sei nur für schwer kranke Patienten geeignet, die nicht gleich operiert werden können, weil sich ihr Gesamtzustand zunächst durch internistische Intensivmedizin verbessern müsse. Diese Patienten waren jedoch nicht Gegenstand der ACDC-Studie.

Nicht selten entscheide in einem Notfall bereits die Wahl der Klinik, welcher Behandlung ein Patient zugeführt wird. „Wird man mit einer akuten Gallenblasenentzündung in eine chirurgische Klinik eingewiesen, wird man operiert, in einer internistischen Klinik wird häufig erst einmal konservativ therapiert“, sagt Büchler. Insofern sei das Ergebnis der ACDC-Studie insbesondere für die Notfallambulanzen der Kliniken wichtig.