Didaktisch aufbereitet

Online-OPs mit Full-HD-Videos, Text und Grafiken.

Garantierte Erfahrung

Alle Inhalte geprüft durch den Deutschen Ärzte-Verlag.

Flexible Nutzung

Beiträge im Abo oder als Einzelbeitrag erhältlich.

Sofort verfügbar

Inhalte können direkt nach dem Kauf genutzt werden.

Ältere Patienten: Auswirkungen auf die Chirurgie

Welche Konsequenzen die demografische Entwicklung für die Aus- und Weiterbildung der nachfolgenden Chirurgengeneration hat, erklärt Prof. Dr. Karl-Walter Jauch, DGCH-Präsident 2012/13 und Direktor der Klinik für Allgemeine, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, LMU München.

Eine gute Interaktion mit dem Patienten zu beherrschen, wird in Zukunft noch wichtiger. Diese Kommunikationsskills müssen abgestimmt werden auf die Einschränkungen, die ältere Patienten haben. „Das wird sicher jetzt schon in der Lehre betont, das muss auch in der Weiterbildung hinzukommen“, so Jauch. Auf neue OP-Verfahren müsse sich die nachfolgende Chirurgengeneration dabei nicht einstellen, hingegen sei davon auszugehen, dass die minimalinvasiven OP-Verfahren zunehmen und perfektioniert werden. Chirurgen müssten sich darauf einstellen, dass in der postoperativen Phase verstärkt in Teams gearbeitet wird, in denen verschiedene Gesundheitsfachberufe, etwa Rehabilitationsfachleute und Ergotherapeuten, gemeinsam Konzepte für den Patienten erstellen.

Im Team lernen und arbeiten

Zum Fachteam des älteren Patienten zählen vor allem in der Intensivtherapie auch Geriater. Alte Patienten benötigen andere Verfahren, die Medikamentenbehandlung werde im Idealfall mit einem Geriater abgestimmt. Wie genau soll dieses Wissen eingebunden werden? In der Traumatologie oder in der Viszeralchirurgie ist laut Jauch die Einbindung in Form eines Zentrums sinnvoll, aber auch eine konzeptionelle Einbindung der Geriatrie in das jeweilige Klinikum sei möglich.

Teamorientiertes Lernen ist für ihn keine Qualifikation, die sich künftige Chirurgen erst in der Weiterbildung aneignen sollten. Vielmehr müsse schon zu Beginn des Medizinstudiums damit begonnen werden, etwa indem Medizinstudenten mit Krankengymnasten und anderen Gesundheitsfachberufen zusammengebracht werden.