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Was ein Chirurg im Entwicklungsland wissen muss

Wer als Chirurg in einem Entwicklungsland arbeitet, muss sich auf jede Menge Neues einlassen können. Natürlich hilft er in erster Linie den Patienten vor Ort, doch in vielerlei Hinsicht profitiert er auch selbst von seinem Engagement. PD Dr. Klaus Exner, Chefarzt der Klinik für Plastische Chirurgie, Wiederherstellungs- und Handchirurgie des Diakonissen-Krankenhauses in Frankfurt am Main, hilft seit mehr als 25 Jahren zusammen mit der Organisation „Interplast Germany“ unentgeltlich bei Operationen von schwerstverletzten und erkrankten Menschen in Entwicklungsländern.

Der Chirurg im Entwicklungsland muss eine gewisse Aufopferungsbereitschaft zeigen, sagt Exner, denn er sieht sich Gefahren und neuen Problemen ausgesetzt, die er in der Heimat nicht hat. Er sollte Organisationsfähigkeit, Sprachtalent, Flexibilität und Innovationsbereitschaft mitbringen, um sich mit Gegebenheiten zurechtfinden. Dazu gehört zum Beispiel, dass neben dem Patienten häufig auch die ganze Familie über die Krankheit ihres Angehörigen aufgeklärt werden möchte. Eine gute Vorbereitung auf die Arbeit dort und den kulturellen Wechsel gehört dazu.

Benefits für junge Ärzte, die in einem Entwicklungsland arbeiten

Vor Ort kann der Chirurg Patienten mit Krankheitsbildern behandeln, denen er hier nicht begegnen würde. Je nach Land könne man sich auch Medizinkenntnisse in der Tropenmedizin aneignen, was in Deutschland nur mit dem Lehrbuch möglich ist.

Ein Auslandsaufenthalt ist laut Exner immer auch eine große Chance, einen Weitblick zu bekommen, die Einstellung der Bevölkerung und auch die der Regierenden kennenzulernen. Mitunter prallen dabei Interessen aufeinander. „Man muss immer einen goldenen Mittelweg finden, damit wir unsere Ideen und unsere Kultur vorsichtig miteinbringen und nicht mit dem Holzhammer“, sagt Exner.