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Chirurgische Basistechniken: Demonstration der Einlage einer Thoraxdrainage am Tiermodell

Prof. Dr. med. B. Gerdes präsentiert in seiner Kursreihe chirurgische Basistechniken am Kunststoff- und Tiermodell. In seinen Beiträgen werden Grundlagen der Lappenplastiken und die OP-Technik zur Einlage einer Thoraxdrainage dargestellt.

Die Einlage einer Thoraxdrainage in Bülau-Position wird von Frau Dr. med. K. Welcker am Tiermodell demonstriert. Die häufigsten Indikationen zur Einlage einer Thoraxdrainage sind der Pneumothorax sowie Hämato-, Pyo- oder Serothorax. Durch die Thoraxdrainage wird pathologisches Sekret oder Luft abgeleitet und der im Pleuraspalt physiologisch bestehende Unterdruck wieder hergestellt bzw. aufrechterhalten.

Frau Dr. med. K. Welcker beginnt mit der ca. 2 cm langen Inzision im 5. Interkostalraum über der vorderen Axillarlinie. Das Subkutangewebe wird nun weiter mittels Schere durch Spreizbewegungen präpariert und so der Oberrand der Rippe aufgesucht. Es folgt nun das Eingehen in den Brustkorb über den Rippenoberrand unter Ablösen der Interkostalmuskulatur und Durchtrennung der Pleura parietalis. Die am Rippenunterrand verlaufenden Interkostalgefäße und –nerven werden so sicher geschont.

Nun schließt Frau Dr. med. K. Welcker palpatorisch Adhäsionen aus und führt sodann über eine Kornzange die Thoraxdrainage ohne Führungstrokar in den Brustkorb.

Die Fixierung der Thoraxdrainage erfolgt mit einer kräftigen Naht, welche U-förmig gestochen und bei der von Frau Dr. med. K. Welcker bevorzugten Technik nach Schlaufenbildung um die Drainage gewickelt wird. Diese Technik erlaub eine spätere Lagekorrektur der Drainage sowie nach Entfernen der Thoraxdrainage einen sicheren Hautverschluss.