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Laparoskopisches Nähen und laparoskopisches Knoten

Das chirurgische Trainingslabor ist seit vielen Jahren ein wesentlicher Bestandteil des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Die Kursreihe zeigt, dass das Training chirurgischer Fertigkeiten auch außerhalb des Operationssaales an Modellen in Weiterbildungskliniken realisiert werden kann. Das Organisationsteam, bestehend aus Herrn Prof. Dr. med. J. Faß, Prof. Dr. med. Th. Carus und Prof. Dr. med. B. Gerdes, hat hierzu ein Kursprogramm entwickelt, bestehend aus chirurgischen Basistechniken bis hin zu fortgeschrittenen OP-Techniken.

Chefarzt Prof. Dr. med. Th. Carus präsentiert in seiner Kursreihe laparoskopische Techniken am Tiermodell. In seinen Beiträgen werden Grundtechniken wie laparoskopisches Nähen und Knoten und spezielle OP-Techniken wie die Pyloroplastik oder die Fundoplikatio dargestellt.

In diesem Beitrag demonstriert Prof. Dr. med. Th. Carus am Modell die fortlaufende Naht. Die fortlaufende Naht wird laparoskopisch entsprechend der offenen Technik hergestellt. Die zum Einsatz kommenden Instrumente bestehen aus einem laparoskopischen Nadelhalter und einer Flamingo-Klemme.

Das Einbringen des Nahtmaterials zur Durchführung einer fortlaufenden Naht erfolgt idealerweise über eine Reduzierhülse. Der Trokardurchmesser sollte mindestens 10 mm betragen. Die größte Gefahr besteht in einem Abscheren der Nadel und Verlust derselben in der Bauchhöhle, was bis hin zur Laparotomie führen kann.

Die fortlaufende Naht wird vorbereitet, indem nach Durchstechen des Gewebes der Faden zunächst mit einem Schifferknoten fixiert wird. Das freie Fadenende kann zur besseren Führung mit einer laparoskopischen Klemme fixiert werden. Es folgen nun entsprechend der chirurgischen Schule Vollwand- oder seromuskuläre Nähte. Nach Durchziehen des Fadens sollte, so Prof. Dr. med. Carus, der Assistent den Faden führen, um die Spannung nicht zu verlieren. Die fortlaufende Naht wird abgeschlossen, indem der Knoten als Schifferknoten über die letzte Schlaufe geknüpft wird. Alternativ können hier auch Clips zum Einsatz kommen.

Die von Prof. Dr. med. Th Carus gezeigte fortlaufende Naht kann an verschiedenen Stellen eine zielführende Technik sein, so z.B. zur Darmübernähung oder als Peritonealverschluss bei der TAPP.